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Redaktion apotheken.de » Krankheiten & Therapie » Nieren und Harnwege

Bei einer Blasenentzündung viel Trinken! Das spült die Keime aus.

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Blasenentzündung im Sommer


Viel Trinken, aber keinen Kaffee


Vor allem Frauen kennen die Anzeichen: Sie müssen sehr häufig auf die Toilette, es brennt beim Wasserlassen und meist kommen nur kleine Mengen Urin. Eine Blasenentzündung kündigt sich an. Was Sie tun können, um diese schnell wieder los zu werden, erfahren Sie hier.

Wie entsteht eine Blasenentzündung?

Eine Blasenentzündung entsteht meist im Winter. Doch auch im Sommer ist sie möglich. Verantwortlich ist meist eine Unterkühlung, zum Beispiel nach dem Schwimmen oder in lauen Sommernächten. Begünstigend wirkt zudem Flüssigkeitsmangel.

In 70 Prozent der Fälle ist die Entzündung auf Darmkeime zurückzuführen, die so genannten E.-coli-Bakterien. Diese besiedeln von Natur aus den Darm. Vor allem Frauen sind oft von einer Blasenentzündung betroffen: Ihre Harnröhre ist sehr kurz und Keime können leichter bis zur Harnblase vordringen. Bei Frauen in den Wechseljahren steigt das Risiko einer Blasenentzündung zusätzlich. Denn durch den Östrogenmangel werden die Schleimhäute schlechter durchblutet und deswegen anfälliger für Infektionen.

Auch ältere Menschen bekommen schnell Blasenentzündungen. Schuld sind meist ein geschwächtes Immunsystem oder Alterskrankheiten wie Typ-2-Diabetes. Weitere Faktoren wie eine fehlende oder übertriebene Intimhygiene sowie eine vorangegangen Antibiotika-Therapie begünstigen eine Blasenentzündung.

Was tun bei einem akuten Infekt?

Leiden Sie an einer Blasenentzündung, so sollten Sie mindestens drei bis vier Liter am Tag trinken. Das schwemmt die Erreger aus dem Harnsystem aus. Wasser oder Blasentees aus der Apotheke eigenen sich am besten, da sie die Blase gut durchspülen. Alkohol, Kaffee und schwarzen Tee sollten Sie vermeiden, denn sie reizen die Blasenschleimhaut zusätzlich. Wärme wirkt krampflindernd: Nehmen Sie ein Voll- oder Sitzbad mit Kamille oder legen Sie sich eine Wärmflasche auf den Unterbauch.

Wenn die Symptome nicht nach spätestens zwei bis drei Tagen aufhören oder wenn Sie Fieber haben, sollten Sie einen Arzt aufsuchen. Er prüft den Urin auf Bakterien und verschreibt gegebenenfalls ein Antibiotikum. Außerdem klärt er durch Abklopfen der Nieren, ob diese auch entzündet sind.

Wie am besten vorbeugen?

Wenn Sie ein paar Dinge beachten, können Sie schon im Voraus eine Blasenentzündung umgehen:

  • Vermeiden Sie kalte Sitzplätze und halten Sie Füße und Unterleib warm.
  • Tragen Sie Unterwäsche aus luftdurchlässiger Baumwolle, so dass Sie nicht schwitzen.
  • Reinigen Sie täglich Ihren Genitalbereich mit Wasser und einer pH-neutralen Seife.
  • Gehen Sie regelmäßig auf die Toilette.
  • Trocknen Sie sich nach dem Schwimmen gut ab. Wechseln Sie Ihre nasse Kleidung gegen trockene.
  • Halten Sie sich in lauen Sommernächten mit einer dünnen Decke warm, um keine Unterkühlung zu riskieren.
  • Wischen Sie nach dem Toilettengang von vorne nach hinten, um keine Darmbakterien zur Harnröhre zu befördern.
  • Essen Sie Cranberries, diese schlagen Bakterien in die Flucht.

31.05.2014 | Von: Redaktion apotheken.de; Isabelle Hübler; Bildrechte: Corbis Photography/veer


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