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Wadenwickel



Durch einen Wadenwickel kann das Fieber um etwa 0,5–1 °C gesenkt und dadurch oft deutliche Erleichterung verschafft werden. Wadenwickel können aber auch bei Schlafstörungen, Krampfadern, schlecht durchbluteten Beinen oder Kopfschmerzen helfen.

So geht’s: Falten Sie ein Baumwoll- oder Leinentuch mehrfach in Längsrichtung, tauchen Sie es in kaltes Wasser und wringen Sie es so aus, dass es nicht mehr tropft. Wickeln Sie das Tuch jetzt straff um den Unterschenkel, lose Wickel wirken nicht! Danach wird ein Außentuch um den Unterschenkel geschlagen.

Beachten Sie beim Wadenwickel:

  • Das Wasser darf nicht kälter als 30 °C sein, da sich sonst die Hautgefäße reflektorisch verengen und somit nur noch wenig Wärme abtransportiert wird.
  • Wickel nach 15 Minuten abnehmen, spätestens aber dann, wenn er trocken ist.
  • Wadenwickel werden immer an beiden Beinen angelegt, sie können maximal stündlich wiederholt werden.
  • Wadenwickel nur anwenden, wenn der Fiebernde „glüht“ oder schwitzt. Nur dann sind die Hautgefäße weit gestellt und können Wärme an die Körperoberfläche transportieren! Während des Fieberanstiegs (der Körper friert, Hände und Füße sind kalt) auf Wickel verzichten.

Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Herbert Renz-Polster | zuletzt geändert am 17.03.2016 um 17:59


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