powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten & Therapie » Blut, Krebs und Infektionen » Hintergrundwissen Krebs

Tumordiagnostik



Egal, ob der Krebsverdacht aufgrund von Beschwerden des Betroffenen oder einer Früherkennungsmaßnahme entstanden ist, die ersten „Beweise“ für das Vorhandensein eines Tumors liefern in der Regel die bildgebenden Verfahren und die Endoskopie. Letztere ermöglicht gleichzeitig die Entnahme einer kleinen Gewebeprobe für die feingewebliche Untersuchung. Ist dann sicher, dass es sich um einen bösartigen Tumor handelt, folgen weitere Untersuchungen, um dessen genaue Ausbreitung zu erfassen, die zur exakten Therapieplanung erforderlich ist.

Bildgebende Verfahren

Röntgenuntersuchungen, Ultraschall, CT und Kernspin sind wichtige Untersuchungen zur Diagnose und Erfassung der Ausdehnung eines Tumors. Für nahezu jeden Tumor gibt es von Fachgesellschaften erarbeitete Leitlinien, die vorgeben, welche Untersuchungen vor Beginn der Therapie notwendig sind. Neben diesen Leitlinien bestimmen aber auch die Beschwerden Betroffener, welche Untersuchungen notwendig sind. Bei Knochenschmerzen sollten z. B. die schmerzenden Knochen mittels Röntgenaufnahmen und eventuell Knochenszintigraphie dargestellt werden, um Knochenmetastasen auszuschließen.

Tumormarker

Tumormarker sind Substanzen in Geweben oder Körperflüssigkeiten, die bei erhöhter Konzentration auf einen Tumor hinweisen, ihn jedoch nicht beweisen. Ihre Spezifität ist also niedrig. So sind etwa die Marker CEA (Tumormarker für Darmkrebs) und CA 19–9 (erhöht u. a. beim Bauchspeicheldrüsenkrebs) auch bei einer schweren Leberschädigung erhöht und deshalb nicht für einen bösartigen Tumor beweisend.

Umgekehrt gibt es für die häufigsten bösartigen Tumoren keine Tumormarker, die regelmäßig erhöht sind, wenn der Krebs im Körper wächst – auch die Sensitivität der derzeit verfügbaren Tumormarker ist also niedrig.

Die wichtigsten Tumormarker sind AFP (Alpha-Fetoprotein), Beta-HCG, die verschiedenen Carbohydrat-Antigene (CA), Kalzitonin, CEA, CYFRA 21-1, NSE (Neuronenspezifische Enolase), PSA (Prostataspezifisches Antigen), SCC (Squamous cell carcinoma Antigen) und Thyreoglobulin.

Aus diesen Gründen kann von den zahlreichen Tumormarkern nur einer als Suchtest im Blut (zum Screening) verwendet werden, und das auch nur mit so großen Einschränkungen, dass er nicht von den Kassen gezahlt wird: das Prostataspezifische Antigen (PSA) bei der Suche nach einem Prostatakarzinom. Ihren größten Wert haben die Tumormarker in der Verlaufsbeurteilung und Nachsorge – ist etwa ein Tumormarker zum Zeitpunkt der Krebsdiagnose erhöht gewesen, sodann unter der Behandlung stark abgefallen, um vier Jahre später wieder steil anzusteigen, besteht dringender Verdacht auf ein Tumorrezidiv.

Bis heute gibt es kein „Krebsscreening“, das prüfen könnte, ob irgendwo im Körper ein unentdeckter Tumor schlummert.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Nicole Menche | zuletzt geändert am 10.11.2016 um 14:45


Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:00 bis 18:30
    Sa
    08:00 bis 12:00

notdienste

Lobby der Älteren

Besuchen Sie uns auch bei

News

Toxisches Schocksyndrom bei Frauen

Zwar sind nicht nur Frauen betroffen – dennoch ist das toxische Schocksyndrom noch immer vor allem als... mehr

Studie: Altruismus ist Herzenssache

Wer vor einer schwierigen Entscheidung steht, dem wird häufig geraten: Hör auf dein Herz. Eine Studie zeigt... mehr

Fettleber bei Kindern

Immer mehr Kinder leiden an einer durch Fehlernährung und Bewegungsmangel bedingten Fettleber. Auch wenn... mehr

Wenn das Herz aus dem Takt gerät

Unser Herz schlägt fast durchgehend im Gleichtakt. Umso beunruhigender, wenn es doch mal stolpert oder kurz... mehr

Grippe: Wem nützt eine Impfung?

Die meisten Grippe-Infektionen ereignen sich jedes Jahr zwischen Dezember und April – für eine Impfung ist... mehr

ApothekenApp

Die Hansa-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "15234" und "Hansa-Apotheke" eingeben.
Mit Vorbestellfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr.
Die ApothekenApp der Hansa-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.