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Serologisch-immunologische Untersuchungsmethoden



Bei allen Kontakten mit körperfremden Eiweißen (so genannten Antigenen, besonders Bakterien und Viren), aber auch anderen Stoffen, werden hochspezifische Abwehrstoffe, die Antikörper, gebildet. Der Nachweis dieser Antikörper ist häufig der Beweis für eine bestimmte Erkrankung. So geht die Mehrzahl der Viruserkrankungen bis hin zu HIV mit der Produktion spezifischer Antikörper einher. Mehr noch: Auch das Stadium einer Erkrankung lässt sich durch das Muster von Antikörpern nachweisen, etwa bei der Leberentzündung. Auch für die Aktivität einer Allergie liefert diese Methode den Nachweis. Das Labor bestimmt die Antikörperaktivität in der Regel so, dass das Blut mit Markierungssubstanzen angereichert wird, die zu einer sichtbaren Verklumpung (Agglutination) führen, falls das Blut des Patienten die nachzuweisenden Antikörper enthält.

Bei der quantitativen Antikörperbestimmung gibt der Titer die höchste Verdünnung der Körperflüssigkeit an, bei der eine standardisierte Menge von Markersubstanz noch zur sichtbaren Verklumpung führt. Ein Antikörpertiter von 1:64 bedeutet also einen höheren Antikörpergehalt der Probe als ein Antikörpertiter von 1:2.

Neben Antikörpern lassen sich auf diese Weise auch Antigene wie z. B. Virusbestandteile oder die Blutgruppenmerkmale nachweisen. So kann eine Infektion entdeckt oder die Blutgruppe eines Patienten bestimmt werden.


Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Arne Schäffler, Thilo Machotta | zuletzt geändert am 15.03.2016 um 18:23


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