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Kehlkopfkrebs



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Bösartige Gewebeveränderungen im Kehlkopfrachen (Kehlkopfkrebs, auch Kehlkopfkarzinom oder Larynxkarzinom genannt) sind wesentlich seltener als gutartige Gewebeveränderungen, sie machen jedoch knapp die Hälfte aller Krebsfälle im Kopf- und Halsbereich aus. Die meisten an Kehlkopfkrebs Erkrankten sind zwischen 40 und 60 Jahre alt und haben über Jahre hinweg viel Alkohol und Nikotin konsumiert. Männer sind neunmal häufiger betroffen als Frauen.

Je nachdem, wo der Tumor sitzt, zeigen sich unterschiedliche Beschwerden: Sitzt er an der Stimmritze (etwa zwei Drittel der Fälle) kommt es erst zu Heiserkeit und später zu Atemnot. Ist der Tumor primär oberhalb der Stimmritze gelegen, kommt es meist zunächst zu Schluck- oder Atembeschwerden.

Das macht der Arzt

Bei Krebsverdacht erfolgt immer eine direkte Kehlkopfspiegelung, um eine Gewebeprobe zu entnehmen. Falls die Gewebeuntersuchung auf einen bösartigen Tumor hindeutet, versucht der Arzt mit bildgebenden Untersuchungen wie CT und Kernspin, seine genaue Größe und Lage herauszufinden sowie Hinweise auf mögliche Halslymphknotenmetastasen zu entdecken. Bei der Entfernung des Tumors wird der Kehlkopf so weit wie möglich erhalten, dies gelingt häufig durch den Einsatz von Laser (z. B. kann es ausreichen, die Stimmlippen zu entfernen). Nur bei sehr ausgedehnten Tumoren muss der gesamte Kehlkopf entfernt werden. Nach der Kehlkopfentfernung (Laryngektomie) wird in der gleichen Operation der Luftweg vom Speiseweg getrennt – der Patient atmet fortan durch ein Tracheostoma an der Vorderseite des Halses.

Sondertext: Leben nach der Kehlkopfentfernung

Die bisher bei Kehlkopfkrebs angewendeten Strahlen- oder Chemotherapien haben den Nachteil, dass sie die Stimmbänder der Patienten schädigen. Im günstigsten Fall werden Betroffene nur heiser, im schlimmsten Fall verlieren sie ihre Stimme. Eine alternative stimmbänderschonende Behandlung  ist die Lasertherapie: Dabei spritzen Ärzte dem Patienten eine ungiftige Anti-Krebs-Substanz ins Blut. Diese verteilt sich im ganzen Körper, hauptsächlich aber sammelt sie sich im Tumor. Bestrahlen Ärzte nun den Tumor mit einem Laser, wird die Anti-Krebs-Substanz aktiviert: Sie beginnt, die Krebszellen zu zerstören, ohne dabei das benachbarte gesunde Gewebe anzugreifen. Wie bei anderen Therapien auch, verschlechtert sich die Stimme in den ersten fünf Wochen nach Behandlungsbeginn. Danach jedoch erholen sich die Stimmbänder. Nach mehr als zehn Wochen haben die Patienten wieder ihre alte Stimme zurück.

Komplementärmedizin

Eine ausführliche Übersicht zu alternativen Krebstherapien findet sich an anderer Stelle.


Von: gesundheit-heute.de; Prof. Dr. med. Gerhard Grevers | zuletzt geändert am 29.04.2016 um 11:42


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