powered by apotheken.de Impressum  |  Datenschutzerklärung  |  Nutzungsbedingungen
gesundheit-heute.de » Krankheiten | Therapie » Krankheiten & Therapie » Neurologie » Degenerative Erkrankungen von Gehirn und Rückenmark

Huntington-Krankheit



Häufigkeit


Legende

chronische Erkrankungen:akute Erkrankungen:
sehr verbreitet> 10 %> 25 %
häufig> 2 %> 5 %
mäßig häufig> 0,4 %> 1 %
ziemlich selten> 0,1 %> 0,2 %
selten> 0,02 %> 0,04 %

Huntington-Krankheit (Chorea Huntington, früher erblicher Veitstanz): Seltene genetisch bedingte Erkrankung, die mit fortschreitenden Bewegungsstörungen und geistigem Verfall einhergeht und zum Tode führt. Je nachdem, welche Bewegungsstörungen dominieren, wird zwischen der choreatischen und der selteneren akinetisch-rigiden Form unterschieden.

Leitbeschwerden

  • Persönlichkeitsveränderungen, z. B. Reizbarkeit, Enthemmung, Pflichtvernachlässigung, Depression, Antriebslosigkeit
  • Geistiger Abbau bis zur Demenz
  • Einsetzen der Krankheitszeichen meist zwischen dem 30. und 50. Lebensjahr
  • Sprech- und Schluckschwierigkeiten
  • Choreatische Form: Plötzliche unwillkürliche Bewegungen, z. B. Grimassen, ausfahrende Handbewegungen
  • Akinetisch-rigide Form: Verlangsamung der Bewegungen, Bewegungsarmut (Brady- bzw. Hypokinese).

Die Erkrankung

Ursache der Huntington-Krankheit ist ein Gendefekt auf Chromosom 4. Dieser kann zwar prinzipiell wie jeder andere Gendefekt neu entstehen, in 97 % der Fälle aber ist er vererbt. Danach haben Kinder eines Betroffenen ein 50%-iges Erkrankungsrisiko, und zwar unabhängig vom Geschlecht. Dagegen besteht (praktisch) kein Risiko, wenn die Eltern gesund sind.

Etwa ab dem mittleren Erwachsenenalter kommt es zu Abbauprozessen im Gehirn, die zwar bestimmte Gehirnanteile bevorzugt befallen, letztlich aber das gesamte Gehirn betreffen. Erstes Symptom ist meist eine Wesensveränderung (z. B. erhöhte Reizbarkeit), im Lauf weniger Jahre bildet sich dann das Vollbild der Erkrankung aus. Die Krankheit schreitet unaufhaltsam fort und endet nach 10–20 Jahren tödlich.

Das macht der Arzt

Der Gendefekt kann in einer Blutprobe nachgewiesen werden. Andere Untersuchungsverfahren wie ein CT oder Kernspin des Gehirns werden daher nur noch eingesetzt, wenn der Patient den Gentest ablehnt.

Sondertext: Gentests – Fluch oder Segen?

Eine Therapie gibt es bis heute nicht, die Beschwerden können nur durch Medikamente, Physiotherapie und Logopädie gelindert werden. Viele Erkrankte sind depressiv, die Selbsttötungsrate ist erhöht, eine engmaschige psychologische Betreuung daher unverzichtbar.

Weiterführende Informationen

  • www.huntington-hilfe.de – Deutsche Huntington-Hilfe e. V., Duisburg: Informative Internetseite einer Selbsthilfeorganisation von Betroffenen, Ärzten und Pflegekräften.

Von: gesundheit-heute.de; Dr. med. Nicole Menche | zuletzt geändert am 22.04.2016 um 12:45


Pollenflug

Vorhersage für Brandenburg und Berlin

Pollen Sa So Mo
Hasel 0-1 0-1 0-1
Erle 0-1 0-1 0-1
Birke 3 3 3
Gräser 0-1 0-1 0-1
Roggen 0-1 0-1 0-1
Beifuß 0-1 0-1 0-1
Ambrosia 0-1 0-1 0-1

Wir sind für Sie da

Öffnungszeiten

    Mo - Fr
    08:00 bis 18:30
    Sa
    08:00 bis 12:00

notdienste

Lobby der Älteren

Besuchen Sie uns auch bei

News

Video zum Rx-Versandverbot

Die Bundesregierung plant ein Verbot für verschreibungspflichtige Arzneimittel, das sogenannte... mehr

Pflegevergütung für alle Strümpfe

Bisher erhielten Pflegedienste für das An- und Ausziehen leichter Kompressionsstrümpfe der Klasse 1 keine... mehr

Blutzuckermessung mit Pflaster

Britische Forscher sind einer Messung der Blutglukose ohne Stich in den Finger einen Schritt nähergekommen:... mehr

Geräusche weiten die Pupillen

Leipziger Forscher untersuchten die Wirkung überraschend auftretender Geräusche auf unser Gehirn. Dabei... mehr

Walnüsse rundum gesund

Regelmäßiger Verzehr von Walnüssen senkt nicht nur den Cholesterinspiegel, sondern begünstigt auch das... mehr

ApothekenApp

Die Hansa-Apotheke auf Ihrem iPhone, iPad, iPod oder Android-Smartphone:

Available on App Store
Android app on Google Play
ApothekenApp gratis installieren und PLZ "15234" und "Hansa-Apotheke" eingeben.
Mit Vorbestellfunktion, täglichen Gesundheitsmeldungen, Notdienstapotheken-Suche und vielem mehr.
Die ApothekenApp der Hansa-Apotheke – die Apotheke für unterwegs.